Sauber
Elektrofahrzeuge und Strom aus Wind oder Sonne sind ideale Partner – mobil und emissionsfrei.

Sparsam
ist, Energie wirksam einzusetzen und in reine Bewegung umzuwandeln.

Schonend
ist der Umgang mit Ressourcen, wenn auch das Vorher und Nachher mit berücksichtigt wird.

Praktisch
Alltagstauglicher Einstieg: Für jeden Einsatz das passende Elektromobil.

Gesteuertes Laden V2.0

Steigerung der Effektivität und Effizienz der Applikationen Wind-to-Vehicle (W2V) sowie Vehicle-to-Grid (V2G) inklusive Ladeinfrastruktur

Projektpartner:

  • Vattenfall Europe Innovation GmbH, Hamburg
  • Bayerische Motoren Werke AG, München
  • Technische Universität Berlin, Berlin
  • Technische Universität Chemnitz, Chemnitz
  • Technische Universität Ilmenau, Ilmenau

Laufzeit:

01.05.2010 – 30.09.2011

Projektinhalt:

Erneuerbare Energie aus Windkraft unterliegt zeitlichen Schwankungen und verhält sich häufig asynchron zur Nachfrage. Dies kann die Stabilität der Energienetze beeinträchtigen, weshalb Mechanismen gefragt sind, welche die bestmögliche Ausschöpfung der Windenergiepotenziale ermöglichen. Unter der Überschrift „Gesteuertes (Be- und Ent-) Laden“ werden daher von Vattenfall und seinen Partnern Hard- und Software-Lösungen entwickelt, um die Batterien von Elektrofahrzeugen als Energiespeicher sowie als virtuelle Kraftwerke zu nutzen. Das Projekt „Gesteuertes Laden V2.0“ ist eine konsequente Weiterentwicklung des Ladekonzeptes,  welches im Rahmen des Projektes „MINI E Berlin powered by Vattenfall“ für den Zweck einer Funktionsdemonstration entwickelt worden ist.

Ziel des laufenden Projektes „Gesteuertes Laden V2.0“ ist es, auf Basis einer wissenschaftlichen Analyse und unter Berücksichtigung von automotiven und energiewirtschaftlichen Anforderungen geeignete Prozessinformationen zur Darstellung eines für die optimale Nutzung von erneuerbarer Energie geeigneten Lastmanagements zu evaluieren. Wesentlich ist die Verbesserung der windorientierten Aufladung von Elektrofahrzeugen unter Berücksichtigung der zeitlich und örtlich begrenzten Verfügbarkeit erneuerbarer Energie. Dabei soll die Ladeleistung möglichst in solche Zeitfenster gelenkt werden, in denen das Windstromangebot hoch, die Last im Netz dagegen gering ist (W2V).

Besonderes Augenmerk wird auf die Anpassungsfähigkeit der netzseitigen Systemsteuerung in Abhängigkeit der individuellen nutzerabhängigen Anforderungen gelegt. Daher wird ein möglichst genaues Wissen über die aktuellen oder geplanten Ladevorgänge benötigt, um die Effizienz des netzseitigen Systemmanagements zur gezielten Bereitstellung erneuerbarer Energie zu forcieren.

Für die Möglichkeit, z. B. bei anforderungsbedingten Spitzenlasten durch eine Rückspeisung nicht benötigter Energie aus Fahrzeugbatterien auszugleichen bzw. zu dämpfen, werden weitere Arbeiten durchgeführt (V2G). Zusammengefasst geht es also um die integrative Betrachtung eines W2V2G-Systems unter Berücksichtigung des lokalen Lastmanagements (LLM). Die bisherigen Algorithmen für W2V2G-Applikationen berücksichtigen nur eine sehr begrenzte Anzahl von Parametern. Durch weitere Kriterien wie Nutzerprofile, aktuelle Batteriekennzahlen und Ladekurven, Topologie und Eigenschaften des Ortsnetzes sowie Reservierungen der Ladestationen soll die Qualität der erforderlichen Vorhersagen verbessert und die Mobilität der Nutzer zuverlässiger gestaltet werden. Die hierzu im Rahmen eines Pilotbetriebs gewonnenen neuen Erkenntnisse sollen für die erfolgreiche Umsetzung der Elektromobilität insgesamt genutzt werden.

Ein weiteres Ziel des Projektes stellt die Weiterentwicklung der Ladeinfrastruktur unter dem Fokus verschiedener Einsatzmöglichkeiten und mit dem Ziel der Reduktion der Produktionskosten dar. Daraus resultiert die Notwendigkeit, eine für verschiedene Anwendungsfälle einsetzbare, modular aufgebaute Ladestation V2.0 zu entwickeln.

Mit dem laufenden Projekt „Gesteuertes Laden V2.0“ werden die ökologischen, wirtschaftlichen und technischen Auswirkungen des gesteuerten Ladens untersucht, sowie die Effektivität und Effizienz desselben zusammen mit der Infrastruktur optimiert.

Weiterführende Informationen

Ergebnisbericht (PDF), Oktober 2011