Sauber
Elektrofahrzeuge und Strom aus Wind oder Sonne sind ideale Partner – mobil und emissionsfrei.

Sparsam
ist, Energie wirksam einzusetzen und in reine Bewegung umzuwandeln.

Schonend
ist der Umgang mit Ressourcen, wenn auch das Vorher und Nachher mit berücksichtigt wird.

Praktisch
Alltagstauglicher Einstieg: Für jeden Einsatz das passende Elektromobil.

MINI E Berlin

Klimaentlastung durch den Einsatz erneuerbarer
Energien im Zusammenwirken mit emissionsfreien
Elektrofahrzeugen

Projektpartner:

  • Bayerische Motoren Werke AG, München
  • Vattenfall Europe Aktiengesellschaft, Berlin
  • Technische Universität Chemnitz, Chemnitz
  • Technische Universität Berlin, Berlin
  • Technische Universität Ilmenau, Ilmenau

Laufzeit:

01.11.2008 – 30.11.2010

Projektinhalt:

Im Rahmen eines Flottenversuchs haben die Vattenfall Europe AG und die BMW AG die Möglichkeiten von Elektrofahrzeugen zur Reduzierung von CO2-und Schadstoffemissionen und zur Kopplung mit erneuerbaren Energien in Berlin untersucht und die Potenziale der Elektromobilität für die weitere Entwicklung in Richtung Markteinführung aufgezeigt. Die BMW AG hat eine Flotte von 50 elektrisch betriebenen Pkw auf Basis des MINI bereitgestellt, die über 12 Monate von ausgewählten Personen genutzt wurden. Neben der Installation der erforderlichen Ladevorrichtung bei den Nutzern hat Vattenfall Europe auch allgemein zugängliche Stromladesäulen und dazugehörige Abrechnungssysteme entwickelt und im Berliner Stadtgebiet zur Erprobung und Weiterentwicklung als vernetztes komfortables Ladeinfrastruktursystem aufgebaut. Die Herkunft des Stromes aus Wind- und Wasserkraftwerken wurde mit Zertifikaten nachgewiesen. Die wissenschaftliche Begleitung lag bei den Projektpartnern der Technischen Universität Ilmenau, der Technischen Universität Berlin und der Technischen Universität Chemnitz.

Begleitend zum Flottenversuch wurden Methoden und Anwendungen entwickelt, die die Belastungsschwankungen des Energieverteilnetzes ausgleichen können. Das bezieht sich zum einen auf angebotsseitige Belastungsspitzen durch die Einspeisung von Windenergie, andererseits auf nachfrageseitige Belastungsspitzen, die durch das kontrollierte Aufladen der Batterien von Elektrofahrzeugen ausgeglichen werden können. Unter der Voraussetzung, dass in Zukunft für Elektrofahrzeuge entsprechend leistungsfähige Batterien zur Verfügung stehen, könnten diese als virtuelle Kraftwerke fungieren und ihre gespeicherte Energie bei Bedarf in das Stromnetz einspeisen. Im Projekt wurden hierzu Konzepte erarbeitet und in praxisnahen Tests verifiziert. Der Schwerpunkt liegt im Nachweis der Alltagstauglichkeit und der Kundenakzeptanz von gesteuertem Laden und der generellen Nutzung von Elektrofahrzeugen.

Erste Ergebnisse der Studie belegen, dass sich die Teilnehmer in ihrem gewohnten Mobilitätsverhalten durch die beschränkte Reichweite in der Regel nicht beeinträchtigt sehen. Die Auswertung zeigt, dass Elektromobilität auf dem Niveau des heutigen MINI E schon jetzt weitestgehend alltagstauglich ist. Die notwendigen Ladezeiten des MINI E stellten für die Nutzer keine Einschränkung dar. Wer über eine Ladestation zu Hause oder am Arbeitsplatz verfügt, benötigt zum Laden zwischendurch kaum zusätzliche Stationen im öffentlichen Raum. Es hat sich gezeigt, dass die Technologie an den öffentlichen Ladestationen anfällig und kostspielig ist. Das Bedienen von Nutzern, die keinen eigenen Fahrzeug-Stellplatz besitzen, sondern ihr Fahrzeug auf der Straße parken, ist mit der aktuellen Ladetechnologie sehr aufwändig. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass das gesteuerte Laden funktioniert und von den Nutzern begrüßt wird.

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