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Netz-Flotten-Management: Energieeffizienz- und betriebskostenoptimierung f√ľr Elektrofahrzeuge

Das Projekt gliedert sich in mehrere Phasen, die jeweils unterschiedliche Forschungsschwerpunkte haben. Seit November 2010 testen in Erlangen und M√ľnchen jeweils zehn Siemens-Mitarbeiter die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen. Die verschiedenen Standorte der Flotte wurden bereits mit entsprechender Infrastruktur (Ladestationen) ausgestattet. Diese Firmenflotte soll sukzessive auf bis zu 100 Fahrzeuge ausgeweitet werden. Die ersten Fahrzeuge mit dem Namen¬†movE¬†auf Basis des Suzuki¬†Splash¬†wurden von der¬†German E-Cars¬†GmbH zum Elektroauto umgebaut. Weitere Autos der Flotte werden auf Basis des Opel Agila elektrifiziert. Die Stadtwerke von Erlangen und M√ľnchen liefern f√ľr die Testfahrer auf den Siemens-Parkpl√§tzen kostenlosen Strom aus regenerativen Energien. Von Siemens kommen die Lades√§ulen und die Heimladestationen, so genannte¬†Wallboxes. Die Testfahrer leasen ihr Fahrzeug bei der Sixt AG, die den Betrieb der Flotte zusammen mit einem¬†Full-Service-Paket und einer Mobilit√§tsgarantie √ľbernimmt.

Im Fr√ľhjahr 2011 werden zwei Prototypen mit einem 800V-Antriebsstrang von Siemens dazukommen. Die hohe Spannung erm√∂glicht eine Gewichtsreduktion durch geringere Kabelquerschnitte und eine Ladefunktion √ľber den Umrichter in Verbindung mit einer Netzanschlussbox. Dadurch k√∂nnen sehr hohe Ladeleistungen ohne zus√§tzliches Ladeger√§t realisiert werden. Ab Sommer 2011 werden Siemens-Abteilungen in Berlin die Gelegenheit haben,¬†Car-Sharingmit einer Flotte von 15 Elektrofahrzeugen zu testen. Der Kern dieses Teilprojekts ist eine zentrale Leitwarte mit¬†eCar-Sharing¬†Managementsoftware. Sie verwaltet die Fahrzeugflotte und erm√∂glicht die Reservierung von Fahrzeugen im Intranet. Eine¬†Onboard Unit¬†im Fahrzeug identifiziert dabei den Fahrer anhand seines Mitarbeiterausweises, entriegelt das Auto und deaktiviert die Wegfahrsperre. W√§hrend der Fahrt zeigt sie freie Lades√§ulen an und bietet die M√∂glichkeit, diese zu reservieren. Nach der Fahrt werden die Abrechnungsdaten nach Zeitdauer und Strecke per Funk an die Leitwarte √ľbermittelt. Dar√ľber hinaus wird ein weiterer Prototyp mit Radnabenmotoren auf der Hinterachse aufgebaut, wobei die Rekuperation der Motoren zum rein elektromotorischen Bremsen verwendet wird. Damit l√§sst sich die mechanische Bremse auf dieser Achse einsparen.

Anhand der Erfahrungen aus dem Projekt sollen der elektrische Antrieb, die Ladestationen, die Netzsteuerung und das Flottenmanagement optimiert und weiterentwickelt werden. Wesentlich sind die erwarteten Aussagen zum Netzmanagement hinsichtlich der Anforderungen und Verf√ľgbarkeit erneuerbarer
Energie. Zudem können verschiedene Geschäftsmodelle getestet und deren Auswirkungen auf die Anforderungen an die Lösungen der Elektromobilität untersucht werden. Die Erfahrungen der Testfahrer werden wissenschaftlich ausgewertet.

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