Abschlussveranstaltung des Projekts „BEE – BEV Goes E-Highway“

Teilnehmende der Abschlussveranstaltung stehen vor den Prototypen und einem dieselbetriebenen Referenzfahrzeug Teilnehmende der Abschlussveranstaltung vor den Prototypen und einem dieselbetriebenen Referenzfahrzeug, © RWTH Aachen

Dynamisches Laden im Schwerlastverkehr erfolgreich erprobt

Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „BEE – BEV Goes eHighway“ am 9. Dezember 2025 zog das Projektkonsortium eine positive Bilanz aus vier Jahren Forschung und Erprobung. Die Beteiligten zeigten, dass sich batteriebetriebene Lkw mit nachgerüstetem Stromabnehmer während der Fahrt sicher und zuverlässig über Oberleitungen laden lassen.

Die im Projekt entwickelten technischen Lösungen funktionierten im realen Fahrbetrieb und lieferten wertvolle Daten für die Weiterentwicklung des Systems.
 

Impulse aus der aktuellen Forschung

Fachvorträge aus dem Projekt und aus der Begleitforschung verdeutlichten, welches Potenzial das dynamische Laden für den klimafreundlichen Schwerlastverkehr bietet. Die Forschenden stellten Messergebnisse aus Fahrversuchen vor und ordneten diese in aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen ein – etwa zur Effizienz, zur Systemintegration und zu möglichen Standards für Oberleitungs-Lkw.

„Dynamisches Laden während der Fahrt ist ein wichtiger Baustein im Technologie-Mix, um den Güterverkehr ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu dekarbonisieren“, sagt ika-Leiter Professor Lutz Eckstein.

Ausblicke in die Zukunft des elektrischen Schwerlastverkehrs

Zum Abschluss diskutierten die Teilnehmenden, wie sich Oberleitungssysteme künftig in größerem Maßstab einsetzen lassen. Im Fokus standen Fragen zur Standardisierung, zur Infrastrukturplanung und zur Rolle des dynamischen Ladens im Zusammenspiel mit Batterien und anderen Ladeoptionen. Die Ergebnisse aus dem Projekt liefern hierfür eine wichtige Entscheidungsgrundlage.

Unterwegs auf den Teststrecken von ELISA, FESH und eWayBW

Im Projektverlauf legten die Prototypenfahrzeuge mehr als 10.000 Kilometer auf öffentlichen Autobahnen und Straßen zurück, darunter auch auf den im Rahmen von „Erneuerbar mobil“ geförderten eHighway-Teststrecken ELISA, FESH und eWayBW. Die Testfahrten zeigten, dass das Nachrüstungskonzept unter unterschiedlichen Bedingungen funktioniert. Gleichzeitig sammelten die Projektpartner umfangreiche Daten zu Fahrverhalten, Energiefluss und Systemzuverlässigkeit.

Die Prototypenfahrzeuge Maja und Willi spielten eine zentrale Rolle im Projekt. Als batterieelektrische Lkw mit nachgerüstetem Stromabnehmer absolvierten sie zahlreiche Fahrten auf Oberleitungsstrecken.

Seriennahe E-Lkw erfolgreich nachgerüstet

Im Projekt „BEE – BEV Goes eHighway“ untersuchten die Konsortialpartner, das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University und der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen University, wie sich batterieelektrische Lkw mit einem Stromabnehmer ausstatten lassen, um sie während der Fahrt über Oberleitungen zu laden. Ziel war es, technische Lösungen zu entwickeln, Praxistests durchzuführen und Erkenntnisse für eine mögliche Standardisierung zu gewinnen. Neben der Technik betrachtete das Projekt auch Nutzerakzeptanz und Einsatzszenarien im realen Güterverkehr.

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