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Elektro-Bus Beschaffung bei der HOCHBAHN

Gegenstand des Projekts ist die Beschaffung von 54 batterieelektrischen Solo und 10 batterieelektrischen Gelenkbussen und deren Integration in den produktiven Regelbetrieb des innenstadtnahen Busbetriebshofs Alsterdorf der Hamburger Hochbahn AG. Das Projekt dient der Umsetzung von Hamburgs Umweltzielen, welche unter anderem die ausschließliche Beschaffung emissionsfrei angetriebener Busse ab dem Jahr 2020 vorschreibt. Neben dem übergeordneten Ziel der Reduktion der Treibhausgasemissionen ist dieses Ziel auch durch die Tatsache motiviert, dass Hamburg zu einer der deutschen Städte mit den deutlichsten Überschreitungen lokaler NO2-Grenzwerte gehört

Um die Elektrifizierung der Busflotte vorzubereiten hat die HOCHBAHN bereits im Jahr 2014 die Innovationslinie 109 initiiert, auf der über 43 Busse mit sechs verschiedenen innovativen Antriebsarten im Praxisbetrieb getestet und verglichen wurden. Die Erkenntnisse dieses intensiven Praxistests sind in die Konzeption der geltenden Elektrobusstrategie eingeflossen, die nachfolgend ausgeführt wird.

Bei den Elektrobussen handelt es sich um „Depotlader“ mit einer Reichweite von bis zu 200 km, die von dem innenstadtnahen Busbetriebshof Alsterdorf aus eingesetzt werden. Anders als bei Batteriebussen vorangegangener Technologiegenerationen müssen diese Busse nicht auf der Strecke geladen werden, für den produktiven Einsatz reicht das Laden auf dem Busbetriebshof. Die E-Busse werden vorwiegend auf Umläufen der HOCHBAHN eingesetzt, die kürzer als 200 km sind. Dies trifft auf rund 50 % aller HOCHBAHN-Busumläufe zu. Dadurch muss die auf Effektivität optimierte Einsatzplanung nicht geändert werden und die eingesetzten Elektrobusse können entweder 1:1 die zuvor eingesetzten Dieselbusse substituieren oder nahezu uneingeschränkt für Angebotsausweitungen genutzt werden.

Im Zuge des Vorhabens werden Daten von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur erhoben, die dem Minimaldatenset Bus aus den Minimaldatensets zur Erhebung von Forschungsdaten in der Elektromobilität entsprechen. Die Daten werden im Rahmen der programmatischen Begleitforschung des BMU bezüglich ökologischen, technischen und effizienzbezogenen Fragen ausgewertet.