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E-Busse Hannover

Pilotversuch mit drei Elektrobussen im Linieneinsatz mit Schnellladung am Endpunkt mit Strom aus der Oberleitung der Stadtbahn bei der üstra

Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist es, Elektrobusse mit Schnellladung im Flottenversuch zu testen und dabei Verbesserungspotenziale aufzuzeigen, zu nutzen und zu etablieren. Der geplante Versuch mit drei Elektrobussen auf der Buslinie 100/200 der üstra, die als repräsentative Ringlinie durch die gesamte Innenstadt Hannovers führt (Erlebnislinie), bietet beste Voraussetzungen, die angestrebten Ziele und Ergebnisse zu erreichen und Umweltpotenziale nutzbar zu machen. Es sollen dabei Erkenntnisse u.a. zur Qualifizierung des Gesamtsystems, möglichen Nutzungshemmnissen sowie der ökonomischen Attraktivität und dem Beitrag zur Minderung der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen gewonnen werden.

Die Line 100/200 verfügt aufgrund der Ringführung über nur einen Endpunkt. Die drei im Feldversuch vorgesehenen Elektrobusse im Linieneinsatz werden am Endpunkt August‑Holweg-Platz mit Strom aus der Oberleitung der Stadtbahn nachgeladen. Beide Linien verfügen durch ihr hohes Fahrgastaufkommen, die kurzen Haltestellenabstände und eine Linienführung durch das Stadtzentrum von Hannover über optimale Einsatzbedingungen für einen Versuch mit Elektrobussen. Die Linie wird tagsüber im 10-Minuten-Takt mit 12 Meter‑Solobussen bedient. Die Gesamtstrecke der Line 100/200 beträgt 16 km Länge mit insgesamt 42 Haltestellen und einer Gesamtfahrzeit von 53 Minuten sowie 17.500 Fahrgästen pro Tag.

Der innovative Kern besteht darin, die Elektrobusse auf der Linie mit Strom (ab 2015 CO₂-frei) aus dem Fahrleitungsnetz der Stadtbahnen mit 680 Volt und 500 Ampere zu versorgen. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Hersteller wird die Markt- und Serienreife der Elektrobustechnologie vorangetrieben. Die Hersteller können somit bereits in naher Zukunft zuverlässige Elektrofahrzeuge zu marktfähigen Preisen anbieten, die auf die Bedürfnisse der Betreiber abgestimmt sind. Die Betreiber erhalten die Chance, ihre Flotte mit umweltfreundlichen Fahrzeugen (CO₂-freier Betrieb) auszurüsten, deren Mehrkosten sich durch die Energieeinsparung über den Lebenszyklus des Fahrzeugs amortisieren.

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