EBUS934

Elektrifizierung der Buslinie 934 in Duisburg

Die Stadt Duisburg zählt als Ballungszentrum, Verkehrsknoten mit dem größten Binnenhafen Europas und Industriestandort zu den Regionen in Deutschland mit der höchsten Belastung durch Luftschadstoffe und Lärm. Die Stadt Duisburg hat sich deshalb in ihrer Stadtentwicklungsstrategie „Duisburg 2027“ unter anderem zum Ziel gesetzt, die menschliche Gesundheit vor schädlichen Auswirkungen und Belästigungen durch Immissionen, insbesondere in Bezug auf Lärm und Luftschadstoffe, zu schützen. Bestehende Immissionskonflikte sollen deutlich entschärft werden. Für ein attraktives Wohnumfeld und Straßenräume mit Aufenthaltsqualität sollen die verkehrsbedingten Emissionen durch Verkehrsvermeidung, Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und des Fuß- und Radverkehrs sowie eine umwelt- und stadtverträgliche Verkehrslenkung reduziert werden.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die DVG, die strukturell wichtige und damit für die Luftqualität relevante Buslinie 934 mit Gelenkbussen vollständig zu elektrifizieren. Hierfür werden im Rahmen dieses Projektes sieben batterieelektrische Gelenkbusse beschafft. Insgesamt werden damit pro Jahr rund 550.000 km Fahrleistung lokal emissionsfrei durchgeführt. Da die Linie 934 durch stark mit Lärm- und Luftschadstoffen belastete Gebiete führt, birgt das Vorhaben neben der CO2-Einsparung auch ein bedeutendes gesundheitliches Entlastungspotential.

Im Zuge des Vorhabens sollen zudem Daten von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur erhoben werden, die dem Minimaldatenset Bus aus den Minimaldatensets zur Erhebung von Forschungsdaten in der Elektromobilität entsprechen. Die Daten werden im Rahmen der programmatischen Begleitforschung des BMU bezüglich ökologischen, technischen und effizienzbezogenen Fragen ausgewertet.