Grüne Linie für Leverkusen und Bergisch Gladbach

Die Stadt Leverkusen befindet sich als Ballungsraum, Industriestandort und Verkehrsknotenpunkt in einem Gebiet mit sehr hoher Luftschadstoffbelastung. Im Stadtgebiet werden die gesetzlich festgelegten Grenzwerte für Stickoxide seit Jahren überschritten. Aus diesem Grund hat die Stadt Leverkusen in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Köln im vergangenen Jahr einen Luftreinhalteplan erarbeitet, in dem ein Maßnahmenkatalog vorgestellt. Der Maßnahmenkatalog sieht dabei unter anderem eine Stärkung des ÖPNV vor, um den motorisierten Individualverkehr mittels geeigneter Anreize durch den ÖPNV zu ersetzen. Darüber hinaus soll die Verwendung von umweltfreundlichen und schadstoffarmen Antriebsformen beworben und möglichst forciert werden. Der strategische Ansatz sieht dabei mittelfristig vor, die Befahrung des Innenstadtbereichs durch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu reduzieren.

Als kurz- bis mittelfristige Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität plant die wupsi deshalb unter dem Projektnamen „Grüne Linie", den Busverkehr der Linie 222 auf umweltfreundliche Elektrobusse umzustellen. Diesbezüglich ist die Beschaffung und Integration von 10 Solobussen geplant. Diese strukturell wichtige Linie verbindet die beiden Städte Leverkusen und Bergisch Gladbach und führt unmittelbar durch Gebiete, die die jährlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschreiten. Die Linie wurde deshalb bewusst ausgewählt, um an Stellen mit hoher Belastung einen sofortigen Beitrag zur Verbesserung der Luft- und Lebensqualität zu leisten.

Das Ladekonzept sieht vor, die zehn Busse in den beiden Betriebshöfen Bergisch Gladbach und Leverkusen während Stillstandzeiten am Tag und über Nacht zu laden. Dafür muss an beiden Standorten Ladeinfrastruktur entsprechend errichtet werden.

Im Zuge des Vorhabens werden Daten von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur erhoben, die dem Minimaldatenset Bus aus den Minimaldatensets zur Erhebung von Forschungsdaten in der Elektromobilität entsprechen. Die Daten werden im Rahmen der programmatischen Begleitforschung des BMU bezüglich ökologischen, technischen und effizienzbezogenen Fragen ausgewertet.