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Mercator

Material Effizientes Recycling für die Circular Economy von Automobilspeichern durch Technologie Ohne Reststoffe

Das Vorhaben zielt auf den kostenreduzierenden Beitrag des Recyclings hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Elektrofahrzeuges ab sowie auf die signifikante Verbesserung seiner Ökobilanz als Beitrag zum Klimaschutz durch erweiterte Potentialhebung.

Während sich alle gegenwärtigen Aufbereitungsprozesse von Li-Ion Batterien technisch darauf beschränken Nickel, Kobalt und Kupfer zu recyceln, und damit anlagenbedingt die Rückgewinnungsquote begrenzen, besteht das technische Erfolgspotential des Verfahrensvorschlages Mercator darin:

  • verluststeigernde Verfahrensstufen zu vermeiden: direktes Einschmelzen von Zellen oder Aktivmasse mit folgendem Verlust verschlackter Metalle: Mn, Fe, Al, Li, C, etc.,
  • eine energieneutrale pyrolytische, zonengesteuerte Vorbehandlung der Zellen zu entwickeln, um ihre beinhalteten Rohstoffe technisch leichter zugänglich zu machen (Entfernung umweltrelevanter Organik und Halogene, Lithium-Transformation, Metalloxidreduktion),
  • einer frühzeitigen Separation und Konzentration von Sekundärrohstoffen (Al/Cu-Folien, Stahl, VA), sowie produktfähiges Nickel/Kobaltmetallpulver um die finale Restmenge der Batteriematerialien, die eine technisch/energetisch aufwändige Hydrometallurgie durchlaufen müssen bis auf ein Minimum zu reduzieren,
  • erstmalig Lithium-Karbonat als wiedereinsatzfähiges Material durch einen betriebsmittelarmen, wässrigen Verfahrensschritt frühzeitig rückgewinnen zu können,
  • erstmalig Graphit zu extrahieren und den industriellen Wiedereinsatz nachzuweisen.

Zudem soll das bis dato ungenutzte Potential zur Ersatzteilnutzung von Batterie-Baukomponenten untersucht und evaluiert werden, um zusätzliche, der Rohstoffgewinnung übergeordnete ökologische und ökonomische Potentiale aufzuzeigen. Ergänzende Handlungsempfehlungen sollen für die Kennzeichnung von Baukomponenten und Inhaltsstoffen erarbeitet werden, um im Massenbetrieb eine schnelle und bestmögliche Erstbehandlung und Routenauswahl treffen zu können.