FESH II-B

Forschung im Rahmen des Feldversuchs eHighway in Schleswig-Holstein

Mit der Verabschiedung des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 hat die Bundesregierung unter anderem beschlossen, einen Feldversuch zur Erprobung elektrischer Antriebe bei schweren Nutzfahrzeugen durchzuführen.

 

Im Rahmen der Projekte ENUBA und ENUBA2 wurde als eine Lösungsmöglichkeit zur Elektrifizierung schwerer Lkw ein Oberleitungsbetrieb von elektrischen Hybrid-Lkw mit speziellen Stromabnehmern technologisch entwickelt und auf einer nicht-öffentlichen Teststrecke erprobt. Dabei wurde die notwendige technologische Reife erreicht, um das so genannte eHighway-System in seiner Praxistauglichkeit im Rahmen eines Feldversuchs auf öffentlichen Straßen zu erproben.

 

Dafür wird bis zum Mai 2019 eine ca. 10 km lange Pilotstrecke auf der A 1 im Abschnitt zwischen Lübeck und Reinfeld errichtet (Projekt FESH1). In der nächsten Phase soll das eHighway-System mit Praxispartnern (Logistikunternehmen) unter Realbedingungen intensiv erprobt werden. Diese zweite Phase wird in zwei parallel laufende Teilprojekte (FESH II-A und FESH II-B) gegliedert.

Ziel des Projekts FESH II-B ist die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung des Betriebs der Teststrecke zum Oberleitungsbetrieb schwerer Nutzfahrzeuge und eine technische, ökologische und ökonomische Evaluierung des Systems. Dies umfasst im Einzelnen

  • die Analyse von Netzrückwirkungen im Hoch- und Mittelspannungsnetz,
  • die Bewertung des Zustandes, der Nutzung und des technischen Verhaltens der gesamten Oberleitungsanlage,
  • die Untersuchung von transportwirtschaftlichen Perspektiven unter Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsaspekten,
  • die Akzeptanz für das System,
  • die Untersuchung der Auswirkung auf das Verkehrsverhalten und
  • die Analyse der Umweltauswirkungen.

Der Betrieb der Oberleitungsanlage ist Bestandteil des Projekts FESH II-A.

Der Feldversuch umfasst zwei weitere Pilotstrecken auf der A 5 (Hessen, Projekt ELISA) und B 462 (Baden-Württemberg, Projekt eWayBW – in Vorbereitung), um aus dem Vergleich aller drei Projekte möglichst vielfältige und damit übertragbare Erkenntnisse zu erzielen.